{"id":49,"date":"2012-12-31T17:15:02","date_gmt":"2012-12-31T15:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosalumni.net\/?p=49"},"modified":"2013-05-30T09:40:27","modified_gmt":"2013-05-30T07:40:27","slug":"fabriken-des-wissens-arbeitsbedingungen-und-arbeitskampfe-im-wissenschaftsbetrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosalumni.net\/?p=49","title":{"rendered":"FABRIKEN DES WISSENS \u2013 ARBEITSBEDINGUNGEN UND ARBEITSK\u00c4MPFE IM WISSENSCHAFTSBETRIEB"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einladung zur Podiumsdiskussion und Workshop:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eFABRIKEN DES WISSENS \u2013 ARBEITSBEDINGUNGEN UND ARBEITSK\u00c4MPFE IM WISSENSCHAFTSBETRIEB\u201c<\/p>\n<p>25. &#8211; 26. JANUAR 2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<a title=\"Bericht: Fabriken des Wissens\" href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/RosaLux\/RosaLux_1-2013.pdf#page=9\" target=\"_blank\"> <strong>Kurzer Veranstaltungsbericht<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Arbeit in der Wissenschaft ist zunehmend prek\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p>Akademiker_innen scheinen privilegiert: ihr Einkommen ist h\u00f6her als das anderer Berufsgruppen, sie haben ein geringeres Risiko, arbeitslos zu werden, und einen gr\u00f6\u00dferen Handlungsspielraum in der Gestaltung ihrer Arbeit. F\u00fcr das Berufsfeld Wissenschaft trifft diese Beschreibung jedoch auf die Mehrzahl der Besch\u00e4ftigten nicht zu: Die meisten Personen sind befristet besch\u00e4ftigt, oftmals<!--more--> in Teilzeit und haben kaum Perspektiven auf eine Dauerstelle innerhalb des Wissenschaftsbetriebs. Selbst wenn eine Weiterbesch\u00e4ftigung durch immer neue Befristungen gelingt, bleiben die Unsicherheit sowie rechtliche und finanzielle Einschr\u00e4nkungen bestehen. Viele arbeiten trotz Teilzeitbezahlung Vollzeit und machen weitere unbezahlte \u00dcberstunden und Wochenendarbeit. Ihre schlechten Arbeitsbedingungen erm\u00f6glichen den Gro\u00dfteil der universit\u00e4ren Lehre und wissenschaftlichen Forschung an Unis und Forschungsinstituten. Ohne sie m\u00fcssten Forschung und Lehre eingestellt bzw. enorm reduziert werden. Gleichzeitig wird die F\u00f6rderung und der Ausbau von Wissenschaft und Bildung als Leitbild propagiert. Mit anderen Worten: Es bestehen eigentlich ideale Bedingungen f\u00fcr Arbeitsk\u00e4mpfe.<\/p>\n<p><strong>Doch warum kommt es nicht zu Arbeitsk\u00e4mpfen?<\/strong><\/p>\n<p>Viele bundesdeutsche Akademiker_innen scheinen weiterhin an die M\u00f6glichkeit eines individuellen Fortkommens zu glauben. Anders als in Italien, Frankreich oder Spanien kommt es kaum zu kollektiver Organisierung. Woran liegt es, dass Wissenschaftler_innen die strukturellen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit so wenig thematisieren? Wird Prekarit\u00e4t immer noch lediglich als \u201eZwischenstadium\u201c auf dem \u2013 f\u00fcr die meisten unerreichbaren \u2013 Weg zur Professur oder leitenden Dauerstelle akzeptiert? Warum werden keine Alternativen bzw. ad\u00e4quate Protestformen gesehen? Wir haben den Eindruck, dass auch in linken Zusammenh\u00e4ngen selten \u00fcber die eigenen Arbeitsbedingungen geredet wird. Im Februar 2012 haben wir in der K9 Erfahrungen und Utopien alternativer Strukturen linker Wissenschaft diskutiert. In der kommenden Veranstaltung wollen wir Handlungsalternativen in konventionellen Arbeitsstrukturen er\u00f6rtern: Welche Arbeitsbedingungen w\u00fcnschen wir uns? \u00a0Welche Forderungen wollen wir innerhalb konventioneller Arbeitsstrukturen stellen? Welche Aktions- und Protestformen sehen wir?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Podiumsdiskussion<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSIND DIE UNIVERSIT\u00c4TEN UNSERE NEUEN FABRIKEN? INTERVENTIONEN GEGEN PREK\u00c4RE BESCH\u00c4FTIGUNGSVERH\u00c4LTNISSE IM WISSENSCHAFTSBETRIEB\u201c<\/p>\n<p>Fr. 25. Januar 2013, 19:30 K-Fetisch (Wildenbruchstra\u00dfe 86, Berlin-Neuk\u00f6lln)<\/p>\n<p>Die Prekarit\u00e4t in der Wissenschaft wird international nicht mehr protest- und widerstandslos hingenommen. Es gibt Initiativen, die Aktionen gegen unterschiedliche Formen der Prekarisierung auch in den Bereichen der Dienstleistungs- und Wissens\u00f6konomien organisieren. Diese werden seit langem inspiriert und begleitet von theoretischen Debatten aus dem Kontext (post)operaistischer, autonom-marxistischer Positionen. Wir m\u00f6chten daher den Blick auf diese internationalen Ans\u00e4tze richten und sie mit Vertreter_innen bundesdeutscher, auch gewerkschaftlicher, Initiativen diskutieren.<\/p>\n<p><strong>Referent_innen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Gerald Raunig, Philosoph und Kunsttheoretiker (European Institute for Progressive Cultural Policies, Z\u00fcrich<\/li>\n<li>Susanne Feldk\u00f6tter (Ver.di Berlin)<\/li>\n<li>N.N. (GEW\/Templiner Manifest)<\/li>\n<li>Linda Guzzetti (FU-Mittelbauinitiative Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten)<\/li>\n<li>Miriam Pieschke (AG Kritische Lehre bei reflect!)<\/li>\n<li>Moderation: Thomas B\u00fcrk (Kritische Geographie Berlin)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tagesworkshop<\/strong><\/p>\n<p>\u201eARBEITSK\u00c4MPFE IM WISSENSCHAFTSBETRIEB: LET\u2019S DO IT!\u201c<\/p>\n<p>Sa 26. Januar 2013, 12-19 Uhr, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Seminarraum 3 (1. Stock), Franz-Mehring Platz 1, Berlin-Friedrichshain<\/p>\n<p>Um Anmeldung f\u00fcr den Workshop bis zum 20.01.2013 wird gebeten: <a href=\"mailto:fabriken_des_wissens@gmx.net\">fabriken_des_wissens@gmx.net<\/a><\/p>\n<p>Im Workshop wollen wir die Fragen weiter vertiefen und insbesondere praktische Handlungsoptionen entwickeln. Nach einem einf\u00fchrenden Vortrag von Gerald Raunig wird es parallele Workshops mit Vertreter_innen aus Initiativen und Gewerkschaften zu folgenden Themen geben:<\/p>\n<ul>\n<li>Interessensvertretungen in Kunst-, Kultur und Bildungsarbeit<\/li>\n<li>Gewerkschaftliche Initiativen und Engagement in Betriebs- und Personalr\u00e4ten<\/li>\n<li>Theoretische Analyse<\/li>\n<li>Selbstorganisation von Stipendiat_innen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit ROSAlumni e.V. und der Rosa-Luxemburg Stiftung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.rosalumni.net\/\">http:\/\/www.rosalumni.net\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/kritische-geographie-berlin.de\/\">http:\/\/kritische-geographie-berlin.de\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.reflect-online.org\/arbeitskreise\/ak-kritische-lehre\" target=\"_blank\">http:\/\/www.reflect-online.org\/arbeitskreise\/ak-kritische-lehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Templiner_Manifest.html\">http:\/\/www.gew.de\/Templiner_Manifest.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/biwifo.bb.verdi.de\/\">http:\/\/biwifo.bb.verdi.de\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/eipcp.net\/transversal\/0809\/raunig\/de\">http:\/\/eipcp.net\/transversal\/0809\/raunig\/de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fu-mittelbau.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.fu-mittelbau.de\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einladung zur Podiumsdiskussion und Workshop: \u201eFABRIKEN DES WISSENS \u2013 ARBEITSBEDINGUNGEN UND ARBEITSK\u00c4MPFE IM WISSENSCHAFTSBETRIEB\u201c 25. &#8211; 26. 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